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Technik im Alter

Technik im Alter

Unter Ambient Assisted Living (AAL) werden Konzepte, Produkte und Dienstleistungen verstanden, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden und verbessern mit dem Ziel, die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten, vor allem im Alter, zu erhöhen. Übersetzen könnte man AAL am besten mit ›Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben‹. Damit wird auch schon skizziert, dass AAL in erster Linie etwas mit dem Individuum in seiner direkten Umwelt zu tun hat (AAL Deutschland o.J.)

(Quelle: Manzeschke A., Weber K., Rother E., Fangerau H.; Ethische Fragen im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme; VDI/VDE Innovation + Technik; 2013; S. 8)

Video zur Projektwohnung "Technik im Alter"

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Folgende Beispiele zeigen die Vielfalt der Systeme und Einsatzbereiche:

Einige Systeme aus dem Bereich Gesundheit erfassen Vitalparameter (z. B. Blutdruck). Zur Unterstützung bei der Einnahme von Medikamenten werden beispielsweise Systeme eingesetzt, die an die Einnahme erinnern, indem sie z. B. Töne von sich geben. Das System auf dem Foto (Tablettendispenser) gibt nur bestimmte Fächer für die aktuelle Entnahme frei und registriert die Entnahme. Weiterhin ist es möglich, dass eine Person/ein Pflegedienst per App über die Entnahme/Nicht-Entnahme informiert wird.

 

Automatischer Tablettendispenser mit Smartphoneanbindung Foto: ©HMFG

Eine Beispiellösung stellt der Einsatz eines funkbasierten Fensterkontaktes dar. Er registriert, ob ein Fenster bzw. eine Tür geöffnet/geschlossen ist. Die Information dazu wird an ein Endgerät (PC, Tablet, Smartphone) weitergegeben. Nutzer haben so die Möglichkeit, über den aktuellen Zustand informiert zu werden, um dann ggf. darauf zu reagieren. Es gibt auch um AAL-Technik erweiterte Hausnotrufsysteme, die neben dem klassischen Notrufknopf über weitere Komponenten wie Türsensor oder Bewegungsmelder u. a. verfügen.

Funkbasierter Fensterkontakt Foto: ©HMFG

Zur Erhaltung der Selbstständigkeit von sehbehinderten und blinden Menschen dient zum Beispiel ein in Schweden entwickeltes System, das zuvor eingesprochene Mitteilungen (auch Beschreibungen oder Hinweise) wiedergibt, wenn ein zugehöriges Etikett mit einer Art "Stift" registriert wird. Die Etiketten können an gewünschten Orten angebracht werden und mit eigenen dazugehörigen gesprochenen Informationen verbunden sein. So ist es möglich, dass Etiketten an der Wäsche, an Lebensmitteln und an Bedienelementen angebracht werden, um durch Sprachinformationen über wichtige Merkmale (wie Farbe, Sorte, Waschprogramm) zu informieren.

Markierungssystem mit Sprachausgabe Foto: ©HMFG

Technische Assistenzsysteme können den Eingangsbereich von Häusern und Wohnungen sicherer machen. Beleuchtete Handläufe und Orientierungslichter an Stufen helfen bei nachlassender Sehkraft (z. B. im Halbdunkeln oder Dunkeln), die Orientierung zu behalten. Intelligente Systeme lassen sich auf persönliche Bedürfnisse und Tageszeiten programmieren (Lichtfarbe und Helligkeit). Es gibt für einige intelligente Lichtsysteme Steuerungselemente, die unkompliziert per Touchscreen zu bedienen sind. Auf den Fotos ist neben dem beleuchteten Handlauf und dem Orientierungslicht an den Treppenstufen ein solches Steuerungselement zu sehen.

Beleuchteter Handlauf und Orientierungslicht Foto: ©HMFG

Ein Beispiel für ein technisches Assistenzsystem im Badezimmer ist das sog. "Dusch-WC", hier mit Föhn. Dieses erleichtert den selbstständigen Toilettengang. Besonders in Japan werden diese WCs häufig eingebaut und weisen weitere vielfältige Funktionen auf (z. B. eine beheizbare Sitzfläche und auf Knopfdruck Musik oder Geräuschkulisse). Auf dem Foto sind Stützklappgriffe zu sehen, in die bei vielen Modellen sowohl ein Knopf zur Toilettenspülung als auch ein Notrufknopf integriert.

Dusch-WC mit Föhn Foto: ©HMFG

Tipp

Musterwohnungen/Ausstellungen

Musterwohnungen, auch mit Technik und Beratung für Technik und Assistenzsysteme, können Sie hier besichtigen (Termine nach vorheriger Anmeldung):


Kassel

Hessische Fachstelle für Wohnberatung
AWO Bezirksverband Hessen-Nord e. V.
Wilhelmshöher Allee 32a
34117 Kassel
Telefon: 0561 5077-210/-137
E-Mail: Kontaktformular


Wiesbaden

BelleWi
Föhrer Straße 74/1
65199 Wiesbaden
Telefon: 0611 31-2885 oder -7498
E-Mail: Belle-WI@wiesbaden.de
www.wiesbaden.de/belle-wi


Frankfurt am Main

VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit
Ausstellung „Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren“
Gärtnerweg 3
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 714002-58
E-Mail: barrierefreiheit.ht@vdk.de
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